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Wildkräuter: das Superfood vor deiner Haustür

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Wildkräuter: das Superfood vor deiner Haustür

Jahrtausendelang war die Kenntnis essbarer Wildpflanzen selbstverständlich. Dann kam die Industrialisierung, die Supermarktkultur und das Vergessen. Dabei sind Brennnessel, Löwenzahn, Spitzwegerich und ihre Begleiter nicht nur essbar: Sie sind nährstoffreicher und pharmakologisch wirksamer als die meisten Kulturgemüse.

Wildkräuterwanderungen bei Nürtingen

Am besten lernt man Wildkräuter kennen, wenn man sie draußen mit eigenen Augen sieht, anfasst und riecht, statt nur davon zu lesen. Wir bieten geführte Wildkräuterwanderungen in der Umgebung von Nürtingen an: gemeinsam durch Wiesen und Feldränder gehen, Pflanzen sicher bestimmen lernen, Verwechslungsgefahren direkt an der echten Pflanze erkennen und, je nach Teilnehmerzahl, am Ende gemeinsam etwas aus dem Gesammelten zubereiten.

Schreib uns, dann setzen wir dich auf die Interessentenliste und du hörst als Erstes von uns, sobald es losgeht.

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Warum Wildkräuter?

Wildpflanzen haben sich über Jahrtausende ohne Züchtung, Bewässerung und Düngung entwickelt und mussten Stress trotzen, Schädlinge abwehren und Nährstoffe aus kargen Böden ziehen. Vergleich Brennnessel vs. Spinat: Brennnessel enthält pro 100 g rund 4,2 mg Eisen (Spinat: 2,7 mg), 481 mg Kalzium (Spinat: 99 mg) und über 30 % Protein in der Trockenmasse.

Quelle: Souci, Fachmann, Kraut: Lebensmitteltabelle für die Praxis; Mabey, Food for Free

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Die wichtigsten essbaren Wildkräuter

Eine Auswahl der häufigsten und sichersten essbaren Wildpflanzen Mitteleuropas, ausführliche Steckbriefe mit Sammelzeit, Erkennungsmerkmalen und Verwendung folgen weiter unten:

  • Brennnessel: eisen-, kalzium- und proteinreich, junge Triebspitzen wie Spinat dünsten
  • Löwenzahn: Blätter, Blüten und Wurzeln essbar, entwässernd, wichtige Imkerpflanze
  • Giersch: schmeckt nach Petersilie und Möhre, reich an Vitamin C
  • Bärlauch: schmeckt nach mildem Knoblauch, kurze Saison im Frühjahr
  • Schafgarbe: bitter, aromatisch, entzündungshemmend, verdauungsfördernd
  • Spitzwegerich: reich an Schleimstoffen, volksmedizinisch als Hustenmittel
  • Vogelmiere: mild, ganzjährig essbar, reich an Vitamin C
  • Holunderblüte und -beere: als Sirup oder Tee, immunstärkend

Quelle: Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger: Essbare Wildpflanzen

Brennnessel-Blätter mit typischer Sägezahnung im Gegenlicht

Foto: jaralol / Pexels

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Brennnessel

Sammelzeit: März bis Oktober, am zartesten sind die jungen Triebspitzen vor der Blüte. Erkennung und Verwechslung: gesägte Blätter mit den bekannten Brennhaaren. Manchmal wird sie mit der Taubnessel verwechselt, das ist aber ungefährlich, denn die brennt gar nicht und hat weichere, rundere Blätter. Sobald die Brennnessel blüht, ist der Unterschied ohnehin eindeutig. Warum sie guttut: sie steckt voller Eisen und Kalzium, mehr als Spinat. Traditionell trinkt man sie als Tee, wenn der Körper entwässern soll, oder bei Gelenk- und Blasenbeschwerden. Verwendung: junge Blätter kurz gedünstet wie Spinat, als Tee oder Presssaft.

Quelle: PhytoDoc, Heilpflanzenlexikon

Blühender Löwenzahn mit leuchtend gelben Blüten in einer Wiese

Foto: Vladislav Kozhanov / Pexels

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Löwenzahn

Sammelzeit: junge Blätter im zeitigen Frühjahr vor der Blüte, dann am mildesten. Blüten von April bis Mai, Wurzeln im Frühjahr oder im Herbst. Erkennung und Verwechslung: tief gezackte Blätter in einer Rosette, ein Stängel, der beim Abbrechen weißen Milchsaft absondert, und die bekannte leuchtend gelbe Blüte, keine giftigen Doppelgänger bekannt. Warum er guttut: der bittere Geschmack regt die Verdauung an, und Löwenzahn wird seit jeher getrunken, um Leber und Galle in Schwung zu halten. Er wirkt außerdem leicht entwässernd. Verwendung: Blätter roh im Salat, Blüten zu Sirup verarbeitet, Wurzel geröstet als Kaffeeersatz.

Quelle: gesundfit.de, Heilkräuter und Heilpflanzen

Giersch-Blätter mit der typischen Drei-drei-drei-Teilung

Foto: Vladyslav Huivyk / Pexels

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Giersch

Sammelzeit: März bis Oktober, am zartesten im April und Mai, ab Juni sind auch die Blüten essbar. Erkennung und Verwechslung, wichtig: am besten an der Drei-drei-drei-Regel erkennen: Der Stängel hat drei Kanten, von ihm gehen drei Blattgruppen ab, und jede Gruppe ist noch einmal dreifach geteilt. Dazu riecht er nach Möhre und Petersilie. Achtung, Giersch hat einen giftigen Doppelgänger, den Schierling: der hat einen rotbraun gefleckten Stängel und riecht unangenehm nach Mäuseurin. Im Zweifel lieber stehen lassen und nie nach nur einem Merkmal bestimmen. Warum er guttut: er liefert viel Vitamin C und wurde früher traditionell bei Gicht und Rheuma verwendet, daher auch sein lateinischer Name. Verwendung: junge Blätter roh im Salat oder kurz gedünstet wie Spinat.

Quelle: Utopia, Ratgeber Giersch erkennen und sammeln

Blühender Bärlauch-Teppich am schattigen Waldboden mit den charakteristischen langstieligen Blättern

Foto: Fotios Photos / Pexels

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Bärlauch

Sammelzeit: März bis Mai, am würzigsten kurz bevor er blüht. Erkennung und Verwechslung, hier besonders wichtig: das sicherste Merkmal ist der Geruch, ein zerriebenes Blatt duftet deutlich nach Knoblauch. Riecht es nicht danach, ist es kein Bärlauch. An denselben schattigen Stellen wachsen oft die giftigen Maiglöckchen und die noch gefährlichere Herbstzeitlose, schon kleine Mengen davon können ernsthaft schaden. Bärlauchblätter haben jeweils einen eigenen langen Stiel und sind auf der Unterseite matt. Maiglöckchenblätter sitzen zu zweit an einem gemeinsamen Stängel und glänzen auf der Unterseite. Herbstzeitlose-Blätter wachsen ohne Stiel direkt aus dem Boden, meist zu dritt, und glänzen auf beiden Seiten. Am besten nie nach dem Aussehen allein gehen, sondern jedes Blatt einzeln zerreiben und riechen. Warum er guttut: er ist ein milderer Verwandter vom Knoblauch und wird traditionell bei Verdauungsproblemen und leicht erhöhtem Blutdruck geschätzt. Verwendung: frisch zu Pesto verarbeitet, in Kräuterbutter oder Suppen, oder einfach fein gehackt über Salate und Gerichte gestreut. Am besten nicht mitkochen, dann bleibt der Geschmack am kräftigsten.

Quelle: Utopia, Bärlauch erkennen und nicht mit Maiglöckchen und Herbstzeitlose verwechseln; awl.ch, Heilpflanzenlexikon Bärlauch

Blühende Schafgarbe mit weißen Blütendolden und fein gefiederten Blättern

Foto: Artur Roman / Pexels

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Schafgarbe

Sammelzeit: blühende Triebe von Juni bis Oktober, am besten mittags bei Sonnenschein geerntet. Erkennung und Verwechslung: fein gefiederte Blätter, die aussehen wie kleine Federn, dazu weiße bis zartrosa Blütendolden, eine giftige Verwechslung ist nicht bekannt. Warum sie guttut: sie schmeckt angenehm bitter und würzig, hilft traditionell bei Verdauungsproblemen und wird seit Generationen als Frauenkraut bei Regelbeschwerden geschätzt. Verwendung: als Tee, Tinktur oder in kleinen Mengen zum Würzen von Salaten und Suppen.

Quelle: kostbarenatur.net, Anwendungen und Inhaltsstoffe der Schafgarbe

Spitzwegerich mit schmalen, längs gerippten Blättern in einer Rosette und schlanken Blütenähren

Foto: Sametkaplan / Pexels

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Spitzwegerich

Sammelzeit: April bis Oktober, junge Blätter sind am ergiebigsten. Erkennung und Verwechslung: schmale, längliche Blätter mit auffälligen parallelen Blattadern, die in einer Rosette wachsen, dadurch ist er kaum zu verwechseln. Warum er guttut: er enthält Schleimstoffe, die sich beruhigend auf gereizte Schleimhäute legen, deshalb ist er der klassische natürliche Hustenhelfer. Ein frisch zerriebenes Blatt hilft auch, wenn man von einer Mücke gestochen wurde. Verwendung: als Hustensirup oder Tee, frisches Blatt bei Insektenstichen auf die Haut legen.

Quelle: awl.ch, Heilpflanzenlexikon Spitzwegerich

Vogelmiere mit kleinen ovalen Blättern und winzigen weißen Blüten

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Vogelmiere

Sammelzeit: fast das ganze Jahr über, auch im milden Winter. Erkennung und Verwechslung: kleine, ovale Blätter, winzige weiße sternförmige Blüten und ein runder Stängel mit einer feinen Haarleiste an einer Seite. Achtung, der giftige Acker-Gauchheil sieht ähnlich aus, hat aber orangerote oder blaue Blüten und einen eckigen statt runden Stängel, das ist der entscheidende Unterschied. Warum sie guttut: sie ist reich an Vitamin C, mild im Geschmack und wird äußerlich auch gern bei gereizter Haut aufgetragen. Verwendung: roh im Salat oder gekocht, schmeckt sie kaum anders als junger Spinat.

Quelle: wildfind.com, Pflanzenportrait Vogelmiere

Frisch gepflückte Holunderblütendolden in einem Weidenkorb

Foto: Tifani Nagy / Pexels

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Holunder, Blüte und Beere

Sammelzeit: Blüten im Mai und Juni, an einem trockenen, sonnigen Vormittag gepflückt. Beeren im September und Oktober, wenn sie tief dunkel und weich sind. Erkennung und Verwechslung: große, weiße, stark duftende Blütendolden und gefiederte Blätter. Der Zwerg-Holunder sieht ähnlich aus, wächst aber krautig statt verholzt und riecht unangenehm, seine Beeren gelten als schwach giftig. Wichtig zu wissen: rohe Beeren und alle grünen Pflanzenteile können in größeren Mengen Bauchschmerzen und Übelkeit auslösen. Holunderbeeren deshalb nie roh essen. Nach mindestens 15 bis 20 Minuten Kochen ist der unerwünschte Stoff abgebaut, danach sind Saft, Mus oder Sirup unbedenklich. Warum er guttut: die Blüten helfen traditionell bei einer beginnenden Erkältung, die verarbeiteten Beeren liefern viel Vitamin C. Verwendung: Blüten zu Sirup verarbeitet oder im Teigmantel ausgebacken, Beeren nach dem Kochen zu Saft, Gelee oder Mus.

Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Holunder roh giftig oder nicht

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Sicher sammeln: was du wissen musst

Manche essbare Arten haben giftige Doppelgänger, zum Beispiel Bärlauch und Maiglöckchen oder Giersch und Schierling, deshalb gilt: immer mehrere Merkmale gemeinsam prüfen, nie nach nur einem bestimmen. Straßenränder, Hundeauslaufzonen und gedüngte Flächen meiden. Höchstens ein Drittel einer Population ernten. Gute Bestimmungsbücher oder Apps wie Flora Incognita nutzen, bei Unsicherheit einen geführten Kurs besuchen. Die Steckbriefe oben zeigen zu jeder Pflanze die wichtigsten Verwechslungsrisiken im Detail.

Quelle: BfR Bundesinstitut für Risikobewertung

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Wildkräuter und Ökologie

Wildkräuter sind nicht nur Nahrung für Menschen, sondern Lebensgrundlage für Insekten, Vögel und Kleinsäuger. Der Löwenzahn ist eine der wichtigsten Frühjahrstrachtpflanzen für Bienen, die Brennnessel Wirtspflanze für Tagpfauenauge, Admiral und Kleinen Fuchs. Wildkräuterpflege ist damit immer auch Naturschutz.

Quelle: NABU; Schmetterlinge Deutschlands, LBV Bayern

Selbstgemachtes Bärlauchpesto in Schälchen, serviert mit frischem Brot

Foto: sabinefey / Pexels

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Rezept: Wildkräuterpesto

100 g Wildkräuter nach Wahl (Brennnessel, Giersch, Vogelmiere oder eine Mischung), 50 g Parmesan, 50 g Pinienkerne, Walnüsse oder Sonnenblumenkerne, 1 Knoblauchzehe, 100 ml Olivenöl, Salz, Pfeffer, ein Spritzer Zitronensaft. Nur bei Brennnessel: die Blätter kurz 30 Sekunden blanchieren, abschrecken und gut ausdrücken, das nimmt die Brennwirkung, alle anderen Wildkräuter kommen roh in den Mixer. Alle Zutaten fein pürieren und abschmecken. In ein sauberes Glas füllen und mit einer Ölschicht bedeckt hält es sich im Kühlschrank mehrere Tage. Das Rezept funktioniert mit jedem der Wildkräuter von dieser Seite gleich gut, einfach das nehmen, was gerade am meisten wächst.

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Rezept: Wildkräuterpfannkuchen

50 g Bärlauch, Brennnessel und Giersch frisch, oder von allem etwas, 180 ml Milch, 100 g Mehl, 2 Eier, 0,5 TL Salz, 2 EL Mineralwasser, Pflanzenöl zum Ausbacken. Kräuter waschen, putzen und trocken tupfen, Blätter klein schneiden. Alle Zutaten zusammen verrühren, am besten mit einem Schneebesen. Etwas Öl in einer großen Pfanne erhitzen, je eine Schöpfkelle Teig hineingeben und schwenken, bis der Boden komplett bedeckt ist. Bei mittlerer Hitze von beiden Seiten ca. 1 bis 2 Minuten braten.

Fertige cremige Bärlauchsuppe in einer Holzschale, garniert mit Bärlauchblatt und Sesam

Foto: chefrbs / Pexels

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Rezept: Bärlauchsuppe

200 g Bärlauch, 4 Kartoffeln, 1 Liter Gemüsebrühe, 2 EL Sauerrahm, 1 Knoblauchzehe, 1 Zwiebel, 1 Prise Muskatnuss, Salz, Pfeffer, 2 EL neutrales Öl. Kartoffeln schälen und würfeln, Zwiebel und Knoblauch fein hacken, Bärlauch waschen und in feine Ringe schneiden. Zwiebel und Knoblauch in Öl glasig schwitzen, die Kartoffeln zugeben, mit Gemüsebrühe aufgießen und 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Den Bärlauch zugeben und 2 bis 3 Minuten mitkochen, dann den Sauerrahm einrühren und mit einem Mixstab fein pürieren. Wer mag, gibt zum Schluss noch Croutons hinein.

Noch geschlossene Löwenzahnknospe, wie sie für eingelegte Löwenzahnkapern gepflückt wird

Foto: Thorarinn Torfason / Pexels

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Rezept: Eingelegte Löwenzahnkapern

50 g Löwenzahnknospen (noch geschlossen, vor der Blüte gepflückt), 200 ml Weißweinessig, 2 EL Salz, 1/2 TL Senfkörner, wahlweise 1 EL Honig und 1 Lorbeerblatt. Knospen waschen und trocken tupfen. Das Salz in 200 ml warmem Wasser auflösen, die Knospen darin über Nacht ziehen lassen, das nimmt die Bitterstoffe. Am nächsten Tag abgießen und in ein Schraubglas füllen, Senfkörner und Lorbeerblatt dazugeben. Essig aufkochen, den Honig darin auflösen, noch heiß über die Knospen gießen und sofort verschließen. Mindestens zwei Wochen kühl ziehen lassen, dann schmecken sie wie kleine Kapern und passen gut zu Salaten oder Pasta.

Fertiger Wildkräutersalat mit Gänseblümchen und essbaren Blüten garniert

Foto: Verolova / Pexels

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Rezept: Wildkräutersalat

Je eine Hand junge Löwenzahnblätter, Giersch und Vogelmiere, dazu eine Handvoll milder Blattsalat (zum Beispiel Feldsalat), 100 ml Sahne oder Joghurt, 1 TL Senf, 1 TL Honig, Saft einer halben Zitrone, Salz, Pfeffer. Die Wildkräuter und den Blattsalat waschen, trocken schleudern und grob zerkleinern. Sahne oder Joghurt mit Senf, Honig, Zitronensaft, Salz und Pfeffer glattrühren und abschmecken. Das Dressing über den Salat geben, alles vorsichtig vermengen. Wer mag, garniert mit ein paar essbaren Blüten wie Löwenzahn oder Gänseblümchen.

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Rezept: Wildkräuterquark

250 g Quark, je eine Hand Giersch, Vogelmiere und Schafgarbenblätter, etwas Schnittlauch, Salz, Pfeffer, ein Schuss Milch oder Sahne. Kräuter fein hacken, unter den Quark rühren, mit Milch cremig verrühren und würzen.

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Rezept: Spitzwegerich-Hustensirup

2 Hände frische Spitzwegerichblätter, 500 g brauner Zucker oder Honig. Blätter grob hacken und abwechselnd mit dem Zucker beziehungsweise Honig schichtweise in ein Glas füllen, dabei gut andrücken. 4 bis 6 Wochen an einem warmen Ort ziehen lassen, bis sich ein Sirup gebildet hat, dann abseihen und kühl aufbewahren.

Frisch geerntete Brennnesselblätter in einer Schüssel, bereit für den Brennnessel-Zebrakuchen

Foto: Marina Zasorina / Pexels

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Rezept: Brennnessel-Zebrakuchen

3 Eier, 150 g zimmerwarme Butter, 150 g Zucker, 300 g Weizenmehl, 16 g Backpulver, 250 ml Milch, 1 Vanilleschote (optional), 2 Handvoll frische Brennnesselblätter. Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen. Eier trennen, Eiklar steif schlagen, Eigelb mit Butter und Zucker schaumig rühren. Die Brennnesseln mit 100 ml der Milch fein mixen. Mehl, Backpulver und Vanille zur Eigelb-Butter-Mischung geben, dann den Eischnee vorsichtig unterheben. Den Teig halbieren: die eine Hälfte mit dem Brennnessel-Milch-Mix verrühren, die andere mit der restlichen Milch. Abwechselnd löffelweise in eine gefettete Springform geben, damit ein Zebra-Muster entsteht, und 35 bis 40 Minuten backen. Optional mit einem Topping aus 250 g Frischkäse, Zitronensaft und -zeste bestreichen.

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Rezept: Holunderblüten-Pfannkuchen

10 bis 12 frische Holunderblütendolden, 200 g Mehl, 2 Eier, 200 ml Milch, 40 g Zucker, 1 Prise Salz, Öl zum Ausbacken, Puderzucker zum Bestreuen. Die Blütendolden morgens trocken pflücken und nicht waschen, nur vorsichtig ausschütteln. Mehl, Eier, Milch, Zucker und Salz zu einem glatten Teig verrühren und 30 Minuten ruhen lassen. Öl in einer Pfanne erhitzen, jede Blütendolde am Stiel festhalten, durch den Teig ziehen und portionsweise goldgelb ausbacken. Auf Küchenpapier abtropfen lassen, mit Puderzucker bestäuben und warm servieren.

Holunderblütendolden ziehen über Nacht in einer Karaffe mit Wasser und Zitrone

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Rezept: Holunderblütenwasser

5 bis 6 Holunderblütendolden, 1,5 Liter Wasser, 1 Bio-Zitrone in Scheiben geschnitten, 2 EL Honig. Alles zusammen in eine Karaffe geben und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen, am nächsten Tag ist es fertig zum Genießen. Im Unterschied zum klassischen Sirup kommt diese Variante ganz ohne Kochen und Zucker aus und schmeckt leicht und erfrischend.

Dunkelrote Holunderbeeren-Marmelade wird in ein Glas gefüllt

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie

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Rezept: Holunderbeeren-Marmelade

350 g Holunderbeeren, 2 Äpfel, 1 TL Zitronensaft, 1,5 TL Agar Agar, 5 Nelken oder 1 Zimtstange, optional 2 EL Honig. Die Äpfel schälen und in sehr kleine Würfel schneiden. Zusammen mit den Holunderbeeren, Zitronensaft, Nelken, Zimt und 100 ml Wasser in einen Topf geben und aufkochen, bei niedriger Temperatur ca. 10 Minuten weich köcheln. Nelken und Zimt entfernen, das Obst mit dem Pürierstab grob pürieren, mit Honig abschmecken, falls gewünscht. Zurück auf die Herdplatte stellen und aufkochen. Agar Agar mit wenig Wasser glattrühren, zum kochenden Obst geben und 3 Minuten kochen lassen. Die Marmelade in Gläser füllen, fest verschließen und auskühlen lassen. Sie hält sich im Kühlschrank ca. 1 bis 2 Wochen.

Wildkräuter köcheln in einem Topf, kurz bevor die Suppe püriert wird

Foto: Boryslav / Pexels

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Rezept: Wildkräutersuppe

Je eine Hand Brennnessel, Giersch und Löwenzahnblätter, 2 Kartoffeln, 1 Zwiebel, 700 ml Gemüsebrühe, etwas Sahne, Salz, Pfeffer, Muskat. Zwiebel und gewürfelte Kartoffeln andünsten, mit Brühe aufgießen und weich kochen. Die Wildkräuter kurz vor Ende der Garzeit zugeben, alles fein pürieren, mit Sahne verfeinern und würzen.

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