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Permakultur im Hausgarten: mehr Natur, weniger Aufwand
Permakultur klingt nach großen Flächen und komplexen Systemen. Dabei beginnt sie ganz klein: auf dem Balkon, im Hochbeet, im Vorgarten. Wer ein paar grundlegende Prinzipien anwendet, erlebt, wie der Garten lebendiger, ertragreicher und pflegeleichter wird, ganz ohne Chemie, ganz ohne Kunstdünger.
Sieben konkrete Permakultur-Prinzipien für den eigenen Garten, vom Bodenaufbau über Wassernutzung und Mischkultur bis zur Fruchtfolge, ganz ohne Chemie.

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1. Den Boden leben lassen
Das wichtigste Prinzip: den Boden so wenig wie möglich stören.
- Nicht graben, oberflächliches Lockern reicht
- Mulchen mit Rasenschnitt, Laub, Stroh oder Holzchips
- Boden immer bedeckt halten, nie nackt liegen lassen
- Gründüngung mit Phacelia, Klee oder Senf einmulchen

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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2. Wasser klug nutzen und speichern
Permakultur denkt Wasser vom Fallen bis zum Versickern.
- Regenwasser in Tonne oder Zisterne sammeln
- Tief statt häufig gießen, fördert tiefes Wurzelwachstum
- Morgens gießen: weniger Verdunstung, geringeres Pilzrisiko
- Mulch reduziert den Wasserbedarf um bis zu 70 %
- Hügelbeete und Swales halten Regenwasser auf der Fläche
Quelle: Natur im Garten, Mulchen bremst den Wasserverbrauch

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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3. Mischkultur statt Monokultur
In der Natur wachsen keine Monokulturen, verschiedene Pflanzen unterstützen sich gegenseitig.
- Die drei Schwestern: Mais, Bohnen und Kürbis wachsen zusammen
- Tagetes hält Nematoden und Blattläuse von Tomaten und Karotten fern
- Basilikum verbessert den Geschmack der Tomaten und vertreibt Schädlinge
- Kapuzinerkresse als Ablenkungspflanze zieht Blattläuse ab, ist essbar
- Dill, Koriander und Petersilie locken Nützlinge an
Quelle: Julius Kühn-Institut, Tagetesanbau zur Bekämpfung von pflanzenparasitären Nematoden

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4. Kompost: der Kühlschrank des Gartens
Ein gut geführter Komposthaufen ist die günstigste und beste Düngung, die es gibt: abwechselnd feuchtes und trockenes Material schichten, Vielfalt einbringen (außer Fleisch und gekochte Speisen), im Frühjahr dünn einharken statt tief eingraben.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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5. Heimische Pflanzen und samenfestes Saatgut
Heimische Pflanzen brauchen weniger Pflege und liefern Futter für Bienen und Vögel: samenfestes Saatgut kaufen, alte Sorten wählen, heimische Stauden wie Schafgarbe oder Wilde Möhre pflanzen, Hecken aus Schlehe, Weißdorn oder Holunder anlegen und auf Exoten aus dem Gartencenter verzichten.
Quelle: NABU, Heimische Pflanzen statt Neophyten

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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6. Nützlinge fördern statt Schädlinge bekämpfen
Ein artenreicher Garten reguliert sich weitgehend selbst: Insektenhotel aufstellen, Blühstreifen anlegen, Totholz und Laub liegen lassen, eine flache Wasserstelle anbieten, keine Pestizide und Nistmöglichkeiten für Vögel schaffen.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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7. Fruchtfolge und Jahresplanung
Fruchtfolge schützt vor Auslaugung des Bodens: Pflanzenfamilien rotieren, Stark-, Mittel- und Schwachzehrer wechseln (z. B. Tomaten nach Bohnen, dann Salat), Lücken sofort mit Nachfolgekultur oder Gründüngung füllen, mehrjährige Pflanzen als Gerüst integrieren.
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