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Schulgärten und Kommunen: wo Naturschutz Wurzeln schlägt
Ein Schulhof mit ein paar Hochbeeten wirkt erstmal klein. Tatsächlich ist er einer der wirksamsten Orte für Naturschutz überhaupt, weil hier die nächste Generation lernt, was ein gesunder Boden, eine blühende Wiese oder ein Apfelbaum eigentlich bedeuten, nicht aus dem Schulbuch, sondern mit den eigenen Händen. Diese Seite fokussiert bewusst auf die Bildungsseite. Für kommunale Flächen jenseits von Schulen siehe unsere Seite für Kommunen.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
01
Was die Forschung zu Schulgärten sagt
Eine internationale Übersichtsstudie hat 124 Einzelstudien aus 35 Ländern zu Schulgarten- und Schulverpflegungsprogrammen ausgewertet und kommt zu einem klaren Ergebnis: Wird gezielt auf Vielfalt geachtet, also viele verschiedene Nutzpflanzen statt weniger Standardsorten, verbessern solche Programme nachweislich das Ernährungsverhalten der Kinder und liefern nebenbei ein ungenutztes Potenzial für gesündere, nachhaltigere Schulverpflegung. Für uns heißt das: ein Schulgarten wirkt am meisten, wenn er selbst möglichst vielfältig bepflanzt ist, genau das Prinzip, das auch hinter unseren eigenen Flächen steht, die Kinder erleben so direkt, was Biodiversität konkret bedeutet, statt nur davon zu hören.
Quelle: Estrada-Carmona et al. (2025), The Lancet Planetary Health
02
Warum das für Kommunen relevant ist
Für Kommunen sind Schulgärten und naturnahe Schulgelände ein Thema mit doppeltem Nutzen: sie erfüllen Bildungsauftrag und Naturschutzziele gleichzeitig, oft auf Flächen, die ohnehin schon der Gemeinde gehören. Ein artenreicher Schulgarten braucht keine neue Fläche, sondern eine andere Nutzung einer bestehenden. Das macht ihn auch für Fördertöpfe interessant, die Bildung für nachhaltige Entwicklung und praktischen Naturschutz miteinander verbinden wollen.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
03
Unser Projekt an der Mörikeschule
Mit der Mörikeschule begleiten wir bereits eine Schule dabei, ihr Gelände naturnah umzugestalten. Der Ansatz dahinter lässt sich auf andere Schulen und Kommunen übertragen: Bestandsaufnahme der Fläche, gemeinsame Planung mit Lehrkräften und teils auch mit den Kindern selbst, und eine Umsetzung in Schritten, die im Schulalltag tragfähig bleibt, statt an einem einzigen Aktionstag zu enden.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
04
Was ein Schulgarten- oder Kommunalprojekt umfassen kann
Je nach Fläche und Zielsetzung kombinieren wir unterschiedliche Elemente.
- Hochbeete und Nutzgarten für den direkten Anbau im Unterricht
- Blühflächen und Wildpflanzensäume als Ersatz für Teile des Rasens
- Streuobstbäume oder kleine Hecken als langfristige Strukturen
- Nisthilfen und Totholzecken als anschauliches Beispiel für Lebensraum
- Begleitung von Lehrkräften, damit die Fläche über Jahre genutzt wird und nicht nach dem ersten Schuljahr verwildert oder verwaist

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
05
Wie PermaWaldGarten Schulen und Kommunen begleitet
Wir planen die Fläche, liefern das fachliche Know-how für eine dauerhaft funktionierende Bepflanzung, und bleiben auch nach der Anlage ansprechbar, wenn Fragen zur Pflege auftauchen. Das unterscheidet ein permakulturell geplantes Schulgelände von einer einmaligen Pflanzaktion: es soll auch in fünf Jahren noch funktionieren.
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