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Hecken: schmale Streifen mit großer Wirkung
Eine Hecke wirkt wie eine simple Grenze zwischen zwei Feldern. Tatsächlich ist sie eines der wirkungsvollsten Elemente, um eine ausgeräumte Landschaft wieder zu beleben, sie schützt Boden und Kleinklima, bietet unzähligen Arten Lebensraum, und verbindet Flächen, die sonst wie Inseln nebeneinander liegen.
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Was Hecken ökologisch leisten
Hecken bremsen den Wind und verringern so Winderosion und Austrocknung des Bodens dahinter, sie speichern CO2 und wirken an heißen Tagen spürbar kühlend. Ihr Laub- und Wurzelwerk erhöht die Bodenfruchtbarkeit der angrenzenden Flächen über Jahre. Am wichtigsten für den Naturschutz: Hecken vernetzen unterschiedliche Biotope und ermöglichen wandernden Tier- und Pflanzenarten, sich zwischen isolierten Lebensräumen zu bewegen, von einer Streuobstwiese zur nächsten, von einem Waldrand zum offenen Grünland. Eine Untersuchung von über 1.100 Heckenstandorten in Nordwest- und Westeuropa zeigt außerdem: je breiter eine Hecke ist, desto eher entsteht in ihrem Kern ein stabiles Mikroklima, das auch anspruchsvollere Waldarten wie Wald-Ziest oder Busch-Windröschen dauerhaft trägt. Eine schmale, einreihige Hecke leistet ökologisch deutlich weniger als ein mehrere Meter breiter Gehölzstreifen mit Saum.
Quelle: Universität Bremen, Studie zur Artenvielfalt in Hecken; pflanzenforschung.de

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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Warum das Thema für uns besonders zählt
Unsere Projektflächen in Galgenberg, Oberensingen, Zizishausen und Königsbach-Stein liegen nicht direkt nebeneinander. Genau hier setzen Hecken an: als lebendige Korridore, die einzelne Flächen zu einem zusammenhängenden Netz verbinden, statt isolierte Naturinseln zu bleiben, die von Tieren kaum erreicht werden können. Ein Igel, eine Wildbiene oder ein Neuntöter erschließt sich eine Landschaft nicht über die Straßenkarte, sondern darüber, ob es einen durchgängigen, gedeckten Weg von einem Lebensraum zum nächsten gibt.

Fotocredit: Andreas Ebner Fotografie
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Wie man eine gute Hecke anlegt
Ein paar Grundregeln entscheiden darüber, ob aus einer Hecke ein echter Lebensraum wird oder nur ein grüner Zaun.
- Mehrere Straucharten mischen statt Monokultur, für ein durchgängiges Blüh- und Fruchtangebot über das Jahr
- Heimische Gehölze wählen: Schlehe, Weißdorn, Hasel, Holunder oder Hundsrose sind an unser Klima angepasst und bieten heimischen Arten Nahrung
- Genug Breite einplanen, mindestens zwei bis drei Meter, damit ein geschütztes Innenklima entstehen kann
- Einen unbewirtschafteten Saum davor stehen lassen, er ist für viele Insekten mindestens so wertvoll wie die Hecke selbst
- Nur alle paar Jahre und abschnittsweise pflegen, damit immer ein Teil ungestört bleibt
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Wie PermaWaldGarten Hecken plant
Wir wählen Standort und Artenzusammensetzung so, dass eine Hecke möglichst viele Funktionen gleichzeitig erfüllt: Windschutz, Bodenschutz, Biotopverbund und Nahrungsquelle. Auf unseren eigenen Flächen setzen wir Hecken gezielt dort ein, wo sie bestehende Strukturen wie Streuobstwiesen oder Agroforstsysteme miteinander verbinden.
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